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Geschichte

Bald 725 Jahre Stadtgeschichte sind für Landau dokumentiert. Zwei Bücher zeichnen sie nach (die beide in der Stadtbücherei auszuleihen sind).

Das eine stammt von dem waldeckischen Heimatforscher Robert Wetekam und erschien 1964 mit dem Titel "Landau – Die Geschichte einer Waldeckischen Festungsstadt".

Das andere entstand als Gemeinschaftswerk Landauer Autorinnen und Autoren zum Jubiläumsfest „700 Jahre Stadtrechte" 1994. Es trägt den Titel "Landau – Der Geschichte zweiter Teil". Sein Anspruch: die Chronik bis in die 1990-er Jahre fortschreiben und um Themen ergänzen, die nicht oder nur oberflächlich behandelt wurden. Umfassend und wissenschaftlich bearbeitet sind dabei unter anderem die Kapitel zur Geschichte des Schützenvereins, der jüdischen Gemeinde, des Nationalsozialismus und der Nachkriegszeit in Landau sowie zum „Landögger Platt".

In Arbeit ist eine Festschrift "500 Jahre Schützengilde", die im Jubiläumsjahr 2017 erscheinen soll. Sie schlägt mit einer Reihe von wissenschaftlichen Aufsätzen den Bogen von der allgemeinen Geschichte der Schützengilden hin zur Landauer Gilde und umfasst auch Kapitel über ihre Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten und ihren besonderen Charakter heute. 

Die neuere Landauer Geschichte ist auch anhand dreier Bildbände nachgezeichnet und beschrieben:
Eine Zeitreise bis ins 19. Jahrhundert zurück bietet das Buch Landau in Waldeck – Bühle / Volkhardinghausen mit mehr als 200 alten Fotos, das 2011 erschienen ist. Bilder der alten Straßenzüge, Häuser und auch der Menschen aus der Zeit zwischen 1890 und 1970 sorgen für eine spannende Lektüre. Zum Vergleich gibt es auch neuere Fotos der Stadt.

Der zweite Bildband "Landau ... deine Menschen" zeigt auf mehr als 200 Seiten über 400 Fotos aus der gleichen Zeit. Es sind Gruppenfotos von Familienfeiern, Hochzeiten, Schulklassen, Vereinen, Konfirmationen, aus der Landwirtschaft, dem alltäglichen Leben und mehr, die dieses Buch noch spannender machen als das vorige. Weit über 6000 Namen der abgebildeten Personen sind verzeichnet. Nicht alle konnten auf den Bildern auch dem jeweiligen Konterfei zugeordnet werden, aber viele "alte Landauer" werden sich und andere Familienmitglieder, Freunde und Schulkameraden wiedererkennen.

Geschichten und Fotos aus längst vergangener Zeit und aktuelle Ansichten sind der Stoff, aus dem der dritte Bildband "Landau – gestern und heute" gemacht ist. Auch er beginnt bei der Gründung der Bergstadt, leitet aber nach wenigen Seiten zur Geschichte über zur jüngeren, fotografisch belegten Vergangenheit. Das Ergebnis ist ein spannender, reich bebilderter Streifzug mit Randnotizen, Tagebucheinträgen, Berichten von Ereignissen und Erinnerungen sowie stimmungsvollen neuen fotografischen Ansichten aus Landau und seiner Umgebung. 

Die Familiengeschichte Landaus ist im Ortssippenbuch von 1961 (herausgegeben vom Waldeckischen Geschichtsverein) nachzuschlagen. Informationen zu den Sippenbüchern von Bühle und Volkhardinghausen finden Sie hier.

Der Beginn einer Geschichtswerkstatt könnte mit einem Nachmittag gemacht sein, der Heinrich Lüttecke gewidmet war, dem Landauer Schuhmacher und bekanntesten Waldecker Märchenerzähler.

 

Zeittafel

1290

Landau wird erstmals urkundlich erwähnt.
1294 Landau wird als "novum oppidum (neue Stadt) benannt. Die Stadtgründung erklärt sich aus politischen Begebenheiten und aus dem Streben der waldeckischen Grafen nach Sicherung ihres Gebietes. Die Lage des Ortes auf der Bergkuppe läßt sich strategisch erklären, der Name vermutlich durch den herrlichen Blick in die Umgebung: "Miine läiwe Landogge" ist zum Auge (ooge = Auge) der Landschaft geworden und nicht zu übersehen.
1330

Um das Jahr 1330 wird die Burg zum Schloss umgebaut. Hier residierten von 1397 bis 1495 die
ältere und von 1550 bis 1597 die neuere Landauer Linie des waldeckschen Grafenhauses.
Ende des13. Jahrhunderts: Eine Kapelle entsteht in romanischer Gundhaltung, die später zu gotischem Stil übergeht. Sie wird auf einer Krypta errichtet und dient später der gräflichen Familie als Begräbniskapelle.

1500 Um das Jahr 1500 wird an die Kapelle nach Westen hin eine Hallenkirche angebaut. Der Kirchturm wird gegen 1550 fertiggestellt.
1535 Die Wasserkunst ist fertig und versorgt das nahezu grundwasserlose Landau mit Trink- und Löschwasser. 1555 entsteht der Marktkump.
1536 Die Schule in Landau wird erstmals erwähnt. Erneut sucht die Pest den Ort heim.
1544 Das Schulgebäude entsteht, das bis zum Abriss in den 1960er Jahren das älteste Haus in Landau war.
1545 Das wahrscheinlich älteste Wohnhaus, das heute noch in Landau steht, wird  in der Hinterstraße 12 gebaut.



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